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In der Zeit in der ich im Motocamp Station mache habe ich mir in Herrmannstadt (Sibiu) die Innenstadt und das Freilichtmuseum angesehen.

Das Freilichtmuseum ist riesig. Nachdem ich nur ungefähr die Hälfte der Häuser angesehen habe hat mein Knie wieder Probleme gemacht und ich breche den Besuch ab.

Am Donnerstag packe ich dann meine Sachen und fahre in die Werkstatt eines Freundes von Doru um einen Ölwechsel an meinem Motorrad zu machen. Danach fahre ich weiter zu dem Treffen von Horizons unlimited das in der Nähe stattfindet.

Obwohl das Treffen das erste von Horizons in Rumänien ist, ist es hervorragend organisiert. Ich lerne viele nette Leute kennen.

Am Sonntag muß noch schnell ein Foto von den immerhin 3 Gespannen auf dem Treffen gemacht werden.

Da ich auf meinem Weg nach Süden noch einmal den Transalpinapass fahren will und der am Wochenende normalerweise brechend voll ist, entschließe ich mich noch eine weitere Nacht im Motocamp zu übernachten. Jörg, Andreas, Bertold, Carsten und Norbert ,die ich alle bei dem Treffen kennen gelernt habe, fahren auch dorthin.

Es wird ein sehr netter Abend. Da Andreas ebenfalls am Montag den Transalpina fahren will (er will danach Richtung Osten und ich, kurzentschlossen Richtung Südwesten, nach Serbien) haben wir beschlossen zusammen vom Motocamp aufzubrechen.

Andreas

Am Montag kommen wir erst gegen 13 Uhr los und bereits nach 30 Km fallen die ersten Tropfen Regen. Auch eine lange Kaffeepause hilft nichts und wir fahren die Strecke in Richtung Transalpina im Regen. Als Andreas Richtung Osten abbiegt fahre ich kurzentschlossen mit. Der kleine Umweg macht doch nichts. Wir fahren zusammen eine herrliche Strecke und checken Abends in einer Pension ein.

In der Nacht ist für mich kein Entkommen möglich da Andreas sein Bett vor der Tür aufstellt 🙂

Am nächsten Tag fahren wir noch eine Weile zusammen und verabschieden uns an einer Tankstelle. Ich fahre in einem großen Bogen zurück und komme nocheinmal über den Transalpinapass.

Dann biege ich in Richtung Süden ab. Ich fahre über teilweise sehr schlechte Straßen mit herrlichem Panorama.

Abends komme ich auf einem sehr abgelegenden Campingplatz auf fast 1100 m Höhe an. Dort mache ich einen Tag Station und gehe etwas spazieren.

Als ich zu meinem Zelt zurückkomme warten dort bereits mehrere Gleichgesinnte 🙂 . Aufgrund unserer ähnlichen Art verstehen wir uns prächtig. Leider konnten sie nicht auf ein Bier dableiben.

Ich fahre nicht direkt in Richtung Serbien weiter sondern mache noch einen Schlenker weiter nach Westen. Wahnsinn, die Strecke zwischen Slatina-Timis und Valea Minisului bekommt von mir in Sachen Kurven und Aussicht eine 1+. Leider hat meine Goprokamera gestreikt. Mir ist erst am Ende der Strecke aufgefallen das keine Bilder aufgenommen wurden.

An diesem Tag sehe ich das erste Mal in meinem Leben ein Ochsen- bzw. Kuhgespann.

Bereits am Tag vorher hat mich wieder mal ein merkwürdiges Geräusch am Hinterrad nervös gemacht. Am Abend auf einem Campingplatz kurz vor der serbischen Grenze nehme ich deshalb das Rad auseinander. Gott sei dank ist es nicht, wie befürchtet, wieder ein Lagerschaden, sondern der Antriebszahnkranz im Hinterrad ist hinüber. Tja, Transilvanien macht offensichtlich nicht nur Dracula spitze Zähne.

Da dieses Teil eines der wenigen Ersatzteile ist welche ich im Gepäck habe ist die Reparatur relativ schnell durchgeführt. Das Ersatzteil sieht zwar auch nicht mehr taufrisch aus, wird aber noch eine Weile halten.

Frühmorgens mache ich mich dann auf den Weg nach Serbien. Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Land.

Auf Wiedersehen Rumänien. Ich hätte dich wirklich noch viel länger erkunden können aber dann sehe ich nichts mehr von Bulgarien und Griechenland. Ich verlasse ein Land welches mir wirklich mit seinen herrlichen Landschaften und seinen netten und hilfsbereiten Einwohnern in den letzten 10 Wochen ans Herz gewachsen ist.