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Nach meinem Grenzübertritt aus Mazedonien habe ich 2 Tage Station auf einem netten kleinen, von einem englischen Paar betriebenen, Campingplatz in Kromidovo gemacht. Die letzten Kilometer Anfahrt dorthin waren etwas abenteuerlich da mein Navi einen mit tiefen Löchern übersähten Sandweg als Straße auserwählt hatte. In nassem Sand zu fahren war wieder einmal eine neue Erfahrung für mich.

In dem Ort in dem der Campingplatz ist gibt es auch eine größere Weinfirma mit einem etwas ungewöhnlichen Firmengebäude.

Der selbstgemachte Wein auf dem Campingplatz war gut und günstig 🙂

Mein nächstes Ziel sind einige Sandsteinformationen ganz in der Nähe.

Auf der Paßstraße zwischen Katuntsi und Goze Deltschew ging es dann mit vielen Kurven und wunderbaren Aussichten weiter. Mein Ziel für diesen Tag war das Kloster Rila mitten im Rila Natinalpark.

Die Gegend rund um die beiden Nationalparks ist wirklich sehenswert. An diesem Tag hängen schwarze Wolken am Himmel und ich bekomme ausnahmsweise mal etwas Regen ab.

Irgendwo zwischen Mazedonien und Bulgarien habe ich anscheinend mein Profil am Hinterreifen verloren. Vorsichtiges Fahren ist also angesagt sobald die Straße nass ist.

Da es an dem Abend zu spät für eine Besichtigung des Klosters ist schlage ich mein Zelt auf einem in der Nähe gelegenen Campingplatz auf. In der Nacht regnet es wie aus Eimern. Am nächsten Morgen begrüßt mich dann wieder Sonnenschein als ich aus dem Zelt komme.

Als erstes besichtige ich das wirklich sehenswerte Kloster Rila und das dazugehörige Klostermuseum.

Einzig der sehr schroffe Parkplatzwärter trübt meine Laune an diesem Morgen etwas ein. Ich fahre an diesem Tag auf der östlichen Seite der Natinalparks wieder Richtung Süden.

Auf einer Paßstraße zwischen Belovo und Yundola finde ich nach einigem Suchen ein hübsches Plätzchen zum Wildcampen auf einer im Wald gelegenen Wiese. Auf dem Weg dorthin fahre ich mich schon wieder fast fest. Abends stelle ich fest das ich mich auf einer Höhe von fast 1300 m befinde. Das hätte ich nicht gedacht.

Weiter gehts auf kleinen kurvigen Straßen bis kurz vor die Grenze von Griechenland und dann wieder zurück nach Norden Richtung Plowdiw.

Unterwegs besichtige ich noch die Tropfsteinhöhle Yagodinska Cave. Allein die Fahrt durch den Canyon dorthin hat sich schon gelohnt.

Etwas Östlich von Plowdiw übernachte ich in einem Hotel. Ich will am nächsten Tag wieder im Motocamp in Idilevo sein. Bis dorthin sind es nur noch knapp 200 Km. Kurz vor dem Losfahren bemerke ich das der eine Gepäckträger am Motorrad schon wieder gerissen ist (diesmal an einer anderen Stelle. Also Spanngurte rausholen und bestmöglich festzurren.

Das Paket mit meinen Reifen und Ersatzteilen ist inzwischen im Motocamp angekommen. Zuerst will ich alle drei Reifen wechseln.

Außerdem sind die Bremsbeläge vorne total abgenutzt (deshalb also die verminderte Bremswirkung. Metall auf Metall bremst nicht so gut) und müssen ausgetauscht werden, das Nummernschild hat Auflösungserscheinungen und der erste Gang geht kaum noch rein. Der Schalthebel muß abgeändert werden da der am Hilfsrahmen anschlägt wenn ich den 1. Gang einlegen will.

Aber im Motocamp ist das alles kein Problem. Ivo besorgt mir eine Aluplatte für das Nummernschild und fährt mit mir zu einem Metallbauer der den Gepäckträger schweißt und mir den Schalthebel abändern kann. Im Motocamp gibt es für alles eine Lösung.