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Landschaftlich ist hat der Peloponnes einiges zu bieten. Auf meinem Weg um die Insel (ist sie seit dem Korintkanal) herum geniesse ich die sehr kurvigen Strassen und das Wechselspiel von Bergen und Meer. Teilweise halte ich alle paar Kilometer an weil der Ausblick klasse ist oder um ein Foto zu machen.

Mir gefällt es gut

Zum Abschluss der Peloponnestour fahre ich einen Schlenker ins Inland.

Ich mache bei den Übernachtungen eine Mischung aus Zelten auf dem Campingplatz (die Plätze sind fast leer) und Wild campen. An einem Abend campe ich an einem Stausee in den Bergen und sehe schon von weitem ein Gewitter anziehen. Der erste Blitz schlägt gefühlte 20 m neben dem Zelt ein. Da ist mir doch etwas das Herz in die Hose gerutscht. Etwa 20 m entfernt war eine verfallene Bar. Ein Teil des Daches war noch in Ordnung so das ich wenigstens nicht nass geworden bin. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und ich konnte wieder zum Zelt.

Dabei schaffe ich es wirklich auf insgesamt 500 Km an keiner einzigen Tankstelle vorbei zu kommen. Deshalb musste ich zwischenzeitlich etwas Benzin aus dem Beiwagentank umpumpen.

Inzwischen bin ich in Bezug auf die Strassen bereits einiges gewöhnt aber manches überrascht mich dann doch noch. Ich hatte wieder einmal mit Google-Maps navigiert. Dort war eine Strasse eingezeichnet die meinen weg um ca. 100 Km abkürzen würde (ich hätte sonst komplett um das Bergmassiv herum fahren müssen). Die Strasse entpuppte sich dann als sehr schlechter Feldweg, was ich bereits vermutet hatte. Nach 3-4 Km fing aber plötzlich eine Strasse mit relativ neuem Fahrbahnbelag an. Da habe ich mich doch sehr gefreut. Bis dieses Teilstück auftauchte.

Ganz wohl war mir beim durchfahren der Engstelle nicht aber es ging alles gut.

Als Abschluss der Inseltour habe ich mich 2 Tage auf einem Campingplatz ausgebreitet. Am zweiten Tag stand zwei Plätze weiter dann ein Wohnmobil mit schweizer Kennzeichen. Eigentlich wollte ich nur fragen ob es stört wenn ich an den Stromanschluss direkt neben dem Bus mein Laptop anschließen kann.

Ich habe mich dann so mit Rosa (im Unruhestand 🙂 www.lostin europeweb.wordpress.com ), der Besitzerin des Wohnmobils festgequatscht das ich erst um 3 Uhr ins Bett gekommen bin. Hat wirklich Spass gemacht.

Ich habe leider an dem Tag kein Bild von Rosa gemacht deshalb ein Bild von Ihrer Homepage

Am nächsten Tag habe ich mich in Richtung Delphi aufgemacht. Ich wollte mir die Steinhaufen 🙂 dort mal ansehen.

Am Eingang dort frage ich ob ich meine Jacke und meinen Helm dort abgeben kann. Da macht mir aber Corona einen Strich durch die Rechnung. Die Leute dürfen nichts einlagern. Daraufhin lege ich die Sachen um die Ecke hinter eine Bank. So sind sie zumindest im Blickfeld der Pförtnerinnen. Diese werde dann aber etwas patzig. Das wäre nicht erlaubt. Somit fällt die Delphibesichtigung heute für mich aus.

Ich fahre in der Nähe der Mittelmeerküste durch die Berge West-Griechenlands in Richtung Albanien.

An einem Tag fahre ich einen Pass durch die Berge. Die Wolken hängen so tief das ich durch sie fahre. Teilweise beträgt die Sicht nur ungefähr 10-15 m.

in einer Kurve steht dann plötzlich eine Kuh mitten auf der Strasse. Ich bin, trotz Vollbremsung und relativ geringer Geschwindigkeit erst einen Meter vor der Kuh zum stehen gekommen.

Nahe der Albanischen Grenze entscheide ich mich kurzfristig noch nach Korfu überzusetzen. Ich habe in Google eine Fährverbindung von dort nach Albanien gefunden. An dem Tag zelte ich auf einer Wiese nahe einer Kapelle auf über 1100 m Höhe. Das Panorama war klasse.

Am nächsten Tag nehme ich die Fähre nach Korfu

Schon am Anfang merke ich das sich Kurfu von den griechischen Inseln die ich bisher besucht habe stark unterscheidet. Es gibt kaum einen Fleck auf der Insel (zumindest an den Strassen) der nicht bebaut ist. An der gesamten Küste die ich gesehen habe steht ein Touristenhotel an dem anderen.

Deshalb will ich gleich am nächsten Tag die Fähre nach Albanien nehmen. Ich quartiere mich auf einem Campingplatz ein auf dem ich der einzige Gast bin. Ist schon etwas gespenstisch.

Am nächsten Morgen stehe ich früh auf weil die Fähre nach dem Fahrplan den ich im Internet gefunden habe bereits um 8 Uhr fahren soll. Nach einer Odyssee durch den Hafen auf der ich niemanden finden kann der mir sagen kann wann und wo die Fähre abfährt bekomme ich die Info wo das Büro der Fährgesellschaft ist und fahre hin.

Tja, alle Fährverbindungen nach Albanien waren leider, bedingt durch das Schliessen der griechischen Grenze, eingestellt worden. Leider hat die Fährgesellschaft das mit keinem Wort auf ihrer Homepage erwähnt.

Ich nehme also die Fähre zurück aufs griechische Festland und fahre von dort aus zur Grenze. Der griechische Zöllner fragt mich dort ob ich wüßte das ich, wenn ich die Grenze passiert habe, nicht mehr zurück nach Griechenland könne da die Grenze von der Seite her geschlossen sei.

Meine Antwort war das 8 Monate Griechenland, auch wenn sie schön waren, erst einmal für mich reichen.

Auf nach Albanien in ein weiteres mir unbekanntes Land.

Ich bin schon sehr gespannt was mich dort erwartet.