Seite wählen

Mit der Fähre komme ich morgens um 9 Uhr in Kos an und fahre gleich direkt bei meinen Freunden Rory und Karen vorbei. Ich hatte den beiden nicht mitgeteilt das ich nochmal auf Kos sein werde und so war die Überraschung groß als ich plötzlich auf dem Hof stand.

Danach fahre ich zu der Tierhilfsstation GASAH wo ich vor zwei Jahren bereits, bedingt durch den ersten Lockdown, 5 Monate gearbeitet habe. Dort will ich die nächsten 2 Wochen Station machen. Irene, die super nette und sympatische neue Chefin dort begrüßt mich überschwänglich und zeigt mir einige Dinge die in der nächsten Zeit zu reparieren sind. Auf Gasah gibt es immer viel zu reparieren 🙂

Ich repariere Zäune und Tore, baue etwas neues auf dem Ziegenspielplatz und mähe den Rasen. Es macht Spass etwas nützliches zu tun zu haben.

Irene ist auch mal im Beiwagen mitgefahren.

Marissa, die auch zum festen Team auf Gasah gehört, und meine Freundin Marion haben ebenfalls eine Fahrt im Beiwagen absolviert.

Nach zwei Wochen werde ich langsam wieder unruhig. Ich will weiter in Richtung Türkei. Eigentlich geht ab Anfang Mai eine kleine Fähre die auch 2-3 Autos transportieren kann von Kos ins türkische Bodrum. Leider konnte mir niemand sagen wann diese Fährlinie in diesem Jahr endlich den Betrieb aufnimmt.

Nach einer weiteren Woche warten entschließe ich mich dazu einen Umweg in Kauf zu nehmen und von Chios in das türkische Cesme überzusetzen. Nach 3,5 Wochen auf Kos nehme ich die Fähre nach Samos um von dort aus mit einer anderen Fähre nach Chios zu fahren.

Es war wieder einmal eine wünderbare Zeit auf Kos. Gasah ist für mich ein Ort an dem ich mich wohl fühle und wo ich Freunde habe.

Für Samos habe ich nicht viel Zeit da die Fähre nach Chios bereits am nächsten Tag fährt . Diesmal ist es eine Schnellfähre. Bei etwas Seegang war die Fahrt für mich grenzwertig. Normalerweise werde ich nicht seekrank aber hier war es nah dran.

Ich fahre einmal rund um die Insel, die sehenswert ist. Gut ausgebaute Straßen mit vielen Kurven, Nadelwälder und schroffe Berge sind hier zu finden. Außerdem ist hier Ende Mai der Touristenstrom noch nicht angekommen.

Mit der Fähre komme ich morgens auf Chios an und fahre hier ebenfalls komplett um die Insel herum. Die Fähre in die Türkei geht am übernächsten Tag. Chios ist die 8. oder 9. griechische Insel die ich besuche. Alle Inseln , außer Kos, haben meiner Meinung nach landschaftlich sehr viel zu bieten und bringen ein Motorradfahrerherz zum schneller schlagen.

Auf einem sehr schlechten Weg zu einem Strand fahre ich mich kurzzeitig fest und schaffe es grade so mit dem zugeschalteten Beiwagenantrieb wieder auf die befestigte Strße zu kommen. Danach funktioniert allerdings die Kupplung nicht mehr so gut.

Zum Abschluß besuche ich noch ein altes Kloster.

Am 22.05.22 fahre ich dann mit einer kleinen Fähre in die Türkei. Mit der nicht gut funktionierenden Kupplung schaffe ich es grade so über die Rampe der Fähre.

Für die Türkei, das erste Land auf meiner Reise welches nicht in Europa liegt, habe ich mich ungefähr 2 Monate eingeplant.