Seite wählen
Slowenien – Klein aber fein

Slowenien – Klein aber fein

Nach 5 Tagen Pause auf einem Campingplatz in der Nähe der österreichischen Grenze kommt Martina, mit der ich mich hier treffen wollte, auf dem Campingplatz an. Den nächsten Tag erkunden wir erstmal die nähere Umgebung.

Die erste Attraktion die wir anfahren ist eine Seilbahn die uns bis auf 1580 m Höhe in die Berge bringt. Für mich eine besondere Herausforderung da ich nicht schwindelfrei bin und wir unter anderem einen Sessellift benutzen müssen 🙂

Ich schaffe es dann auch ohne große Aussetzer. Wir müssen nur nachdem wir wieder in der Talstation angekommen sind eine kurze Pause machen bis ich das leichte Schwindelgefühl wieder loswerde.

Danach besichtigen wir noch die Burg am Bleder See.

In der Burg habe ich keine Bilder gemacht da ich es dort nicht sonderlich interessant fand.

Am nächsten Tag machen wir uns dann auf den Weg Slowenien etwas zu erkunden.

Als erstes fahren wir den ganz in der Nähe gelegenen Vrsicpass. Trotz Nieselregen ein Erlebnis.

An diesem ersten Tag fahren wir viele kleine, teils einspurige Bergstrassen. Meist sehr guter Fahrbahnbelag und herrliche Aussichten. Mit Ihrer schweren XJR1200 machen Martina die einspurigen Strassen allerdings nicht so viel Spass. Mittendrin verlieren wir uns auch einmal und brauchen trotz Einweisung per Telefon einige Zeit bis wir uns wieder gefunden haben.

In der Nähe von Adelsberg machen wir Station auf einem kleinen Campingplatz.

Am nächsten Morgen schauen wir uns zuerst die in der Nähe gelegene Höhlenburg Predjama an.

Danach geht es dann zu der Postojna Höhle. Ich habe schon einige Höhlen gesehen aber diese hat mich durch ihre Größe und Vielfalt beeindruckt. Der Höhlenbesuch ist für Martina sozusagen so wie die Seilbahn für mich war.

Tags darauf fahren wir nicht mehr die ganz kleinen Strassen. Muss in Slowenien auch nicht sein. Auch die normalen Land- und Bundesstrassen sind kurvenreich und schön. Wir campen Abends in der Nähe von Celje und schauen uns am nächsten Tag die dortige Burg und die Altstadt an.

Da ich den Östlichen Teil von Slowenien bereits auf der Hinfahrt gesehen habe beschliessen wir nach Kroatien weiter zu fahren. Unser erstes Ziel dort sind die Plitvicer Seen. Sozusagen auf den Spuren von Karl May da hier einige Scenen der Filme entstanden sind.

Auf dem Weg nach Slowenien

Auf dem Weg nach Slowenien

Eigentlich wollte ich kurz hinter der Grenze nach Bulgarien nochmal einen Stop auf einem Campingplatz einlegen. Da ich aber bereits um 6 Uhr morgens über die Grenze gekommen bin war es eigentlich noch etwas früh um schon anzuhalten.

Den Ausschlag gab dann aber eine Nachricht von Panni (Kradvagabunden) in Facebook. Er schrieb dort, daß er grade im Motocamp Station macht, wo ich ja hinwollte. Vor meiner Reise hatte ich ein Buch über eine Reise von Panni und Simon (Kradvagabunden) geschenkt bekommen und habe es verschlungen :-). In letzter Zeit hatten wir bereits Kontakt über Facebook.

Also entschied ich mich die 300 Km bis zum Motocamp durch zu fahren. Die Chance war zumindest da, daß die beiden immer noch da sind. Und es war auch so.

Simon hatte den ganzen Tag mit den Nachwirkungen des vorherigen Abends zu kämpfen und ist nicht aus dem Zimmer gekommen aber mit Panni habe ich mich an dem Abend gut unterhalten.

Die beiden sind dann am nächsten Tag weitergefahren.

Einen Tag später trifft dann auch mein Freund Andreas im Motocamp ein. Die nächsten Nächte werden hart und lang weil Andreas irgendwie kein Ende findet. Zusammen mit Markus, einem Freund von Andreas machen wir eine kleine Tour durch die Gegend.

An dem folgenden Wochenende ist dann ein kleines Reisendentreffen im Motocamp bei dem ich wieder andere Reisende kennen lerne. Unter anderem Silke und Jan mit denen ich mich super verstanden habe. Die beiden hatten ein paar interessante Geschichten zu erzählen.

Über das Wochenende geht es mir die ganze Zeit nicht wirklich gut. Zum Teil liege ich die ganze Zeit im Bett und habe leichtes Fieber. Deshalb kann ich dann auch nicht wie abgesprochen mit Andreas und Markus zusammen ins Motocamp Rumänien fahren. Schade.

Ich fahre zwei Tage später und treffe die beiden doch tatsächlich zusammen mit Doru dem Besitzer des Motocamps Rumänien auf dem Transalpinapass. Zufälle gibts.

Im Motocamp werde ich standesgemäss im Hondaraum einquartiert.

Nach zwei Tagen verabschiede ich mich dann. Ich habe mich bei Gabriel und Raluca im Norden Rumäniens für die nächsten Tage angemeldet. Gabriel hat mir Ersatzteile und neue Reifen aus Deutschland mitgebracht. Die will ich abholen.

Bei Gabriel angekommen werde ich wieder sehr herzlich empfangen. Leider kann Raluca nicht vorbei kommen. Sie hält als “Risikoperson” in bezug auf Corona lieber Abstand. Was ich auch verstehen kann. Ich verpasse meiner CX am nächsten Tag die neue Sitzbank (die alte war durchgebrochen) und verstaue die neuen Teile. Dann mache ich mich zusammen mit Gabriel und zweien seiner Nachbarn an die Fehlersuche bei einem alten Balkenmäher den er schon länger rumstehen aber nie zum Laufen bekommen hat.

Irgenwie will das verdammte Ding nicht richtig laufen. Eigentlich haben wir schon aufgegeben da versuche ich es mal mit dem Tausch der Zündkerze. Die hat eigentlich Funken, aber man kann ja nie wissen.

Und siehe da das Ding läuft plötzlich. Der Dichtring der alten Zünkerze war irgendwie abhanden gekommen. Ich vermute das der Motor dadurch keine richtige Kompression hatte. Gabriel macht gleich strahlend eine Testmähung. Hab ich mir meine Übernachtung verdient denke ich :-).

Am nächsten Tag durchquere ich auf der Autobahn Ungarn und überquere mit der Fähre wieder einmal die Donau.

Es ist interessant wieviele der Balkanländer an diesem Fluß liegen. Gefühlt ist es das 10. mal das ich ihn sehe.

Die erste Nacht in Kroatien verbringe ich als einziger Gast auf einem Mini-Campingplatz auf dem mich die Mücken fast auffressen. Am nächsten Tag fahre ich deshalb weiter zu dem nicht weit entfernten Nationalpark Prirode Papuk. Dort gehe ich etwas wandern.

Danach fahre ich noch ein wenig herum. Die Strassen sind gut und kurvig hier und die Landschaft sehenswert.

Zwischendrin führt mich mein Navi wieder mal auf Abwege. Ich folge einem einspurigen Waldweg und stehe nach 10 Km vor einer verschlossenen Schranke. Nachdem ich den Koffer am Motorrad abgemacht habe passe ich grade so an der Schranke vorbei. Herausgekommen bin ich nur 2 Km von dem Punkt an dem ich in den Weg reingefahren bin. Da war wohl irgendetwas nicht richtig 🙂

Da habe ich mir abends mein Bier verdient 🙂

Nach zwei Tagen fahre ich weiter. Ich will bis kurz vor die Ungarische Grenze, Ungarn nochmal durchqueren und in der Slowakei 8-10 Tage bleiben.

Den Umweg über Kroatien habe ich nur gemacht um ohne Test und Quarantäne in die Slowakei einreisen zu können. Die Slowakei wiederum ist auf der “grünen Liste” für Slowenien.

Nach einer Nacht Wildcampen in Kroatien komme ich dann an der Slowakischen Grenze an und…. …. das alles hätte ich mir sparen können. Keinerlei Grenzkontrolle.

Nach 8 Tagen in der Slowakei, die ich auf verschiedenen Campingplätzen verbringe, mache ich mich dann endlich auf in Richtung Slowenien.

Also wieder ein Stück durch Ungarn durch. Das ich die Grenze nach Slowenien überquert habe merke ich nur an der anderen Farbe der Ortsschilder. In der App des deutschen auswärtigen Amtes steht das an den Grenzen kontrolliert wird. Da stimmte wohl irgendwas nicht. Corona macht das Reisen in diesem Jahr irgendwie manchmal nervig.

Immerhin bin ich jetzt in Slowenien. In 5 Tagen will ich mich auf einem Campingplatz im Nordwesten mit Martina treffen. Wir wollen dann die nächsten zwei Wochen zusammen Slowenien und Kroatien erkunden.

Auf dem Weg dorthin bekomme ich an einem Tag ganz schön viel Regen ab und übernachte in einem Hotel. Dann fahre ich kleine Bergstrassen fast bis zu dem Campingplatz.

Mal sehen wie die Reise dann weiter geht. Zur Zeit ändert sich praktisch täglich irgendetwas an den Grenzen der Balkanländer. Ursprünglich wollten wir nach Kroatien noch durch Serbien fahren. Da das aber bereits seit einiger Zeit auf der deutschen “roten Liste” steht können wir das nicht da Martina dann nicht mehr ohne Quarantäne nach Deutschland zurück fahren könnte.

Bei mir sieht es im Moment so aus, daß ich warscheinlich von Kroatien nochmal nach Albanien fahre und von dort aus den Kosovo und Serbien unsicher mache. Zur Zeit komme ich von Serbien aus immerhin noch nach Rumänien ohne Test und Quarantäne. Aber das kann sich jederzeit wieder ändern.

Albanien – noch gastfreundlicher geht es kaum

Albanien – noch gastfreundlicher geht es kaum

Ich hatte mir als erstes Ziel in Albanien, bei der Routenplanung, die erste grössere Stadt (Saranda) ausgesucht, weil dort der nächste Geldautomat in Google-Maps eingetragen war und es dort auch einen Vodafonladen gibt in dem ich mir eine albanische SIM-Karte kaufen kann.

Meine Route führte mich auf dem Weg dorthin auch in den Naturschutzpark und zu den archologischen Städten von Butrint. Soweit der Plan.

Die Realität sah dann leider etwas anders aus. Direkt vor dem besagten Park muss man einen Fluss mit einer kleinen Fähre überqueren. Dort angekommen stelle ich fest, dass ich nur noch 1,50 Euro (und kein albanisches Geld) bei mir habe. Die Fähre kostet aber 3 Euro.

Zumindest eine der Burgen konnte ich von aussen besichtigen.

Also fahre ich doch direkt in die Stadt und hole mir am Automaten Geld und im Shop eine Telefonkarte. Die Stadt selbst hat mir nicht gefallen da es sich um eine typische Touristenhochburg mit Unmengen an Hotels handelte.

Von dort aus mache ich mich auf zu meinem nächsten Ziel, einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Permet.

Mein erster Eindruck ist, es handelt sich um ein schönes Land mit sehr freundlichen (kaum englisch sprechenden) Einwohnern.

An dem Campingplatz angekommen kommt sofort die Besitzerin Donna mit strahlendem Lächeln auf mich zu und empfängt mich sehr herzlich. Der Platz an sich ist sehr einfach ausgestattet. Stehtoiletten, sehr einfache Duschen, keine Stromanschlüsse an den Plätzen. Aber durch Ihre Gastfreundlichkeit wertet Donna alles um einiges auf. Außer mir ist bei meiner Ankunft nur ein weiterer Gast, eine Freundin von Donna, auf dem Platz.

Abends sitzen wir dann länger zusammen, es gibt den obligatorischen selbst gebrannten Raki, und unterhalten uns.

Da ich mich dort wohlfühle bleibe ich 3 Tage. Ich besuche die in der Nähe gelegenen schwefelhaltigen Heisswasserquellen. Dort gibt es mehrere Becken in denen man baden gehen kann, was ich auch mache. Direkt bei den Quellen ist auch eine alte Brücke zu bewundern.

Um zu den Becken zu gelangen kann man über die Brücke gehen oder durch den Fluss. Ich bin durch den Fluss gegangen 🙂

Nach drei Tagen fahre ich weiter an der griechischen Grenze lang in Richtung Nord-Osten. Kurz nach meiner Abfahrt vom Campingplatz will ich auf eine in Google-Maps als Bundesstrasse gekennzeichnete Strasse einbiegen, da kommt mir ein albanischer Jugendlicher winkend entgegen.

Ich halte an und er erklärt mir, dass ich die Strasse besser nicht fahren sollte da sie sehr schlecht sei. Ich sollte lieber die Strasse direkt an der Grenze lang nehmen, die wäre sehr neu und gut zu fahren. In den verschiedenen Apps ist diese Strasse als kleine Nebenstrasse gekennzeichnet deshalb wollte ich sie nicht fahren.

Ich glaube dem Albaner und er hatte recht. Danke nochmal 🙂

Landschaftlich hatten eigentlich alle Länder die ich bisher auf meiner Reise gesehen habe, ausser Moldawien, ihre Highlights die mich manchmal im minutentakt zum Anhalten gebracht haben um wieder einmal ein Bild zu machen. Bei Albanien war mein Gefühl von vorneherein anders. Hier hätte ich andauernd anhalten müssen.

Hinzu kommt noch eine unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundlichkeit. Die gibt es zwar in hohem Mass in allen Balkanstaaten aber für mich war es in gefühlt mehr.

Meinen ersten Wildcampingplatz habe ich an einem Bergsee in 1100 m Höhe gefunden.

Am nächsten Tag mache ich Rast an einer der vielen Bergquellen um meine Wasservorräte aufzufüllen. Ein Auto hält an und drei Männer steigen aus. Wir kommen ins Gespräch und einer der Männer sagt irgendwann das die drei von der albanischen Kriminalpolizei wären. Da mein Gesichtsausdruck anscheinend gezeigt hatte das ich das nicht so wirklich glaube zückt der eine mit einem Lächeln seinen Ausweis. Dann erzählt er mir das er in Berlin schon auf einem Lehrgang war und Deutschland gut findet. Wir unterhalten uns noch ein wenig über meine Reise und mein Motorrad, dann fahren die drei weiter.

Ich habe mich bei den albanischen Bergquellen schon mehrfach darüber aufgeregt das auch dort viel Müll rumliegt. An dieser Quelle schwimmt sogar eine Wasserflasche im Becken herum.

Während ich sitze hält ein alter Mercedes Transporter. Der Fahrer macht die Motorhaube auf und nimmt die besagte Flasche zum Auffüllen des Kühlwassers. Also hat die Flasche doch einen Zweck. Mir ist das danach bei fast allen Quellen aufgefallen das irgendwo eine Flasche im Wasser schwimmt. Andere Länder andere Sitten (beziehungsweise ältere Autos 🙂 )

Kurz danach hält ein Auto an und der Fahrer winkt mich zu sich. Er drückt mir mit einem Lächeln zwei Pfirsiche in die Hand und fährt winkend weiter.

Ich will eigentlich in Richtung Oridsee fahren. Die Strasse die ich mir ausgesucht habe ist bereits am Anfang sehr schlecht. Die Alternative wäre 60 km die Strecke die ich gekommen bin zurück zu fahren. Das will ich nicht. Es sind ja nur knapp 30 km 🙂

Irgendwann wurde aus der schlechten Strasse ein schlechter Feldweg. An dem Bach habe ich dann doch länger überlegt ob ich durch fahren soll.

Es ging dabei mehr um das Kopfgefühl. Durch den Bach bin auch sehr gut durchgekommen. Direkt danach fing aber ein Schotterweg mit gefühlten 20% Steigung an. Das war dann zu viel für mein Motorrad. 5 m vor der Kuppe bin ich stecken geblieben.

Also wieder den ganzen Weg zurück. Kann passieren 🙂

Ich habe mich dann dazu entschieden erst einmal nicht direkt zum Oridsee zu fahren, sondern einen Umweg zu nehmen. Das erwies sich dann als gute Entscheidung da ich mich plötzlich auf nagelneuen Strassen durch herrliche Landschaften wiederfand.

Nach einer weiteren Nacht Wildcampen habe ich dann den Oridsee erreicht. Ich war im letzten Jahr bereits auf der mazedonischen Seite an diesem See. Die hatte mir gar nicht gefallen. Die gesamte Seeseite bestand dort praktisch nur aus Hotels. Auf der albanischen Seite das komplette Gegenteil. Ab und zu eine Bar und ganz selten ein Hotel. An einer Bar die auch einen kleinen Campingplatz hat schlage ich an diesem Abend mein Zelt auf.

Der Ausblick beim Essen hat schon etwas.

Am nächsten Tag wasche ich meine Sachen. Komisch das das Wasser nach dem waschen immer schwarz ist 🙂

Der Raki in der Bar ist wirklich gut und ich frage nach ob ich eine Flasche kaufen kann. Wir einigen uns auf 500 Lek (4 Euro) für 0,75 Liter. Da ich gleichzeitig auch eine Flasche Wasser gekauft habe musste ich die Rakiflasche markieren 🙂

Vom Oridsee will ich weiter an der Mazedonischen Grenze Richtung Norden um Tirana zu umfahren. Es gibt dort nur eine Strasse die ich fahren kann. Diese ist wieder einmal in Google-Maps als Hauptsstrasse ausgezeichnet aber in meiner anderen Navigationsapp als Nebenstrasse. Die Chance war also groß das es sich um eine schlechtere Strasse handeln kann.

Und es war tatsächlich so. Normaler bis grober Schotter durchsetzt mit Schlaglöchern und grossen quer über die Fahrbahn reichenden Querrinnen.

An der Stelle an der auf dem obrigen Bild die Autos zu sehen sind habe ich umgedreht und mich dazu entschlossen einen grossen Umweg zu fahren.

Aber dann kommen mir ein VW Polo und ein VW Passat entgegen. Mein Gedanke war: Wenn die das schaffen schaffe ich das auch (typisch männliches Denken, oder 🙂 ). Einen Albaner der in meiner Nähe angehalten hatte frage ich dann noch wann die Strasse besser wird. Die Antwort lautete 4-5 Km. Das war die richtige Antwort auf die falsche Frage in Albanien. Ich hätte fragen müssen ab wann wieder Teerbelag auf der Strasse ist. Die Strasse wurde auch nach 4-5 Km besser. Die Schlaglöcher waren nicht mehr ganz so tief und der Schotter nicht mehr ganz so grob.

An der Stelle wo ich vorher 2 x stecken geblieben bin ich dann mit mehr Schwung durch den Schotter gefahren und tatsächlich durchgekommen.

Irgendwo in der Mitte der Berge schlage ich wieder mein Zelt auf. Die Schotterstrasse zieht sich über 50 Km durch wirklich schöne Landschaften. Alles hat auch seine guten Seiten.

Ich bin dann aber doch froh als ich wieder eine Teerstrasse erreiche.

Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere fahre ich weiter Richtung Norden.

Auf einem kleinen Campingplatz in dem Städtchen Peschkopia mache ich nochmal zwei Tage Station. Ich will dort mal die Vergaser auseinander nehmen da das Motorrad nicht mehr richtig zieht.

Als ich ankomme ist ein australisches Paar in einem selbstgebauten Camper grade am Aufbrechen. Wir unterhalten uns trotzdem noch sehr nett eine Weile.

Ich kann keinen Fehler ausser etwas Dreck im Vergaser finden und hoffe das ich versehentlich vielleicht etwas freigerüttelt habe.

Nach einem Tag Rast fahre ich weiter Richtung Norden. Ich will bis kurz vor die Landesgreze zu Montenegro und dann in Albanien in Richtung Küste fahren da ich im Moment, bedingt durch Corona, Montenegro und Bosnien nur im Transit durchqueren kann und deshalb an der Küste lang nach Kroatien fahren will.

Bereits am Anfang merke ich das die Reparatur nichts gebracht hat. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Fast nur noch mit Standgas fahre ich durch die bergige Gegend.

Auf einer Kuppe, als ich sowieso anhalten wollte, sehe ich dann den Camper der beiden Australier stehen. Dort bekomme ich gleich einen Kaffee

In den Bergen finde ich wieder einen netten Platz unter Bäumen und schlage mein Zelt auf. Einen Tag vorher habe ich in Facebook gelesen, dass im Motocamp Bulgarien am nächsten Wochenende ein Mini-Meeting stattfindet. Aus Spass schaue ich mir die Entfernung an. 900 Km und ich kann ohne Probleme nach Bulgarien von Serbien aus einreisen.

Da ich dieses Jahr sowieso von Rumänien aus nach Kroatien fahre muss ich nicht jetzt dorthin. Ich entschließe mich kurzfristig dazu nach Bulgarien zu fahren. Erst am nächsten Morgen nochmal nach dem Fehler am Motorrad suchen und dann geht es zu dem gar nicht so weit entfernten Grenzübergang zum Kosovo.

Nachts um 3 Uhr bringt mich ein dringendes Bedürfniss dazu nach draussen zu wollen. Ich mache das Innenzelt auf und denke ich habe Seeschwierigkeiten. Der gesamte Boden im Vorzelt bewegt sich. Als ich mit der Stirnlampe genaue hinschaue stelle ich fest, dass eine ziemlich grosse Ameisenkolonie beschlossen hat in meinem Zelt Station zu machen. Gut das ich zur anderen Seite auch einen Ausgang hatte.

Die Nacht war somit vorbei. Alle Sachen rausgeräumt, die Stangen aus dem Zelt herausgeholt und alle 10 Minuten die Ameisen mit energischem aber freundlichem Schütteln zum Auszug überredet.

Bei Sonnenaufgang (4:30 Uhr) habe ich mein Frühstück fast beendet und wende mich der Fehlersuche am Motorrad zu.

Den Vergaser schaue ich nochmal nach finde aber wieder nichts. Das einzige was mir jetzt noch einfällt, ich aber noch nie hatte, ist das der Luftfilter sehr schnell verstopft ist. Neuen Luftfilter eingebaut und siehe da, Sie läuft wieder. Das der Staub der Schotterpisten so viel ausmacht hätte ich nicht gedacht.

Bis 6:30 Uhr haben alle ausser einigen sehr sturköpfigen Ameisen mein Zelt verlassen und ich kann meine Sachen Einpacken und Aufladen.

Ich fahre im Transit durch den Kosovo und ein kleines Stück im Transit durch Montenegro da ich vom Kosovo nicht nach Serbien einreisen kann wenn ich nicht von dort in den Kosovo eingereist bin.

An der serbischen Grenze dann erwische ich einen Zöllner der vor seinen hinter im auf einer Bank sitzenden Kollegen protzen will. Meine Küchenbox hat es ihm besonders angetan. Die Packung Soja knetet er gefühlt eine volle Minute durch um was weis ich darin zu finden. Es fällt mir da doch nicht so leicht ruhig zu bleiben aber ich schaffe es.

Am Abend um 7 Uhr in der Mitte von Serbien, irgendwo im Nirgendwo (Samstagabend), platzt mit dann der Hinterreifen. Klasse. Also Schlauch gewechselt und anderen Schlauch rein. Inzwischen hat ein serbischer Biker angehalten und hilft mir etwas. Der Ersatzschlauch war bereits geflickt und platzt erneut beim Aufpumpen. Super. Jetzt kann ich mir nicht mehr selbst helfen. Entweder der Kleber für die Reifenflicken ist nicht mehr in Ordnung oder es handelt sich um Schläuche die sich nicht flicken lassen.

Kurz darum kommt ein weiterer Biker an den mir der erste als seinen Bruder vorstellt. Ich verstehe noch das Wort Mechanik und schöpfe Hoffnung. Über Google Translation teilen die beiden mir mit das der Bruder KfZ-Mechaniker ist und meinen Reifen zum reparieren mitnimmt.

Der Bruder ist mit einem Sportmotorrad da. Er legt meine komplette Felge einfach auf seinen Motorradtank und klemmt sie sich zwischen die Arme. Ich schmeisse noch schnell einen Lappen dazwischen und dann fährt er schon los. Ohne die Felge festzuspannen.

In der Wartezeit sagt mir der andere Bruder das die Werkstatt 20 Km entfernt ist und das er seinen Bruder am Anfang, als er bei mir angekommen ist, angerufen hat. Er war grade im See am Baden ist anscheinend direkt bei uns vorbei gekommen. WOW

Nach einer Stunde kommt er wieder und hat den reparierten Reifen mit einem neuen Schlauch auf dem Tank.

Ich bin so happy.

Jetzt habe ich nur das Problem das ich kein Serbisches Geld dabei habe, weil ich nur mal schnell durch das Land fahren wollte. Als ich ihm das sage winkt er ab. Ist ok.

In der Zwischenzeit ist noch ein Trupp Freunde der beiden in einem Auto eingetroffen. Alle freuen sich. Es werden jede Menge Fotos gemacht.

Ich will Ende September sowieso nochmal durch Serbien und den Kosovo fahren. Deshalb sage ich den beiden das ich dann nochmal vorbeikomme und dann den selbstgebrannten Raki mitbringe. Das werde ich auch auf jeden Fall, wenn die Grenzen es zulassen, machen.

In dieser Nacht habe knapp 3 Stunden ohne Isomatte neben dem Motorrad geschlafen und bin dann weiter gefahren. Morgens um 6 Uhr war ich dann in Bulgarien.

Griechenland – Peloponnes und West-Griechenland

Griechenland – Peloponnes und West-Griechenland

Landschaftlich ist hat der Peloponnes einiges zu bieten. Auf meinem Weg um die Insel (ist sie seit dem Korintkanal) herum geniesse ich die sehr kurvigen Strassen und das Wechselspiel von Bergen und Meer. Teilweise halte ich alle paar Kilometer an weil der Ausblick klasse ist oder um ein Foto zu machen.

Mir gefällt es gut

Zum Abschluss der Peloponnestour fahre ich einen Schlenker ins Inland.

Ich mache bei den Übernachtungen eine Mischung aus Zelten auf dem Campingplatz (die Plätze sind fast leer) und Wild campen. An einem Abend campe ich an einem Stausee in den Bergen und sehe schon von weitem ein Gewitter anziehen. Der erste Blitz schlägt gefühlte 20 m neben dem Zelt ein. Da ist mir doch etwas das Herz in die Hose gerutscht. Etwa 20 m entfernt war eine verfallene Bar. Ein Teil des Daches war noch in Ordnung so das ich wenigstens nicht nass geworden bin. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und ich konnte wieder zum Zelt.

Dabei schaffe ich es wirklich auf insgesamt 500 Km an keiner einzigen Tankstelle vorbei zu kommen. Deshalb musste ich zwischenzeitlich etwas Benzin aus dem Beiwagentank umpumpen.

Inzwischen bin ich in Bezug auf die Strassen bereits einiges gewöhnt aber manches überrascht mich dann doch noch. Ich hatte wieder einmal mit Google-Maps navigiert. Dort war eine Strasse eingezeichnet die meinen weg um ca. 100 Km abkürzen würde (ich hätte sonst komplett um das Bergmassiv herum fahren müssen). Die Strasse entpuppte sich dann als sehr schlechter Feldweg, was ich bereits vermutet hatte. Nach 3-4 Km fing aber plötzlich eine Strasse mit relativ neuem Fahrbahnbelag an. Da habe ich mich doch sehr gefreut. Bis dieses Teilstück auftauchte.

Ganz wohl war mir beim durchfahren der Engstelle nicht aber es ging alles gut.

Als Abschluss der Inseltour habe ich mich 2 Tage auf einem Campingplatz ausgebreitet. Am zweiten Tag stand zwei Plätze weiter dann ein Wohnmobil mit schweizer Kennzeichen. Eigentlich wollte ich nur fragen ob es stört wenn ich an den Stromanschluss direkt neben dem Bus mein Laptop anschließen kann.

Ich habe mich dann so mit Rosa (im Unruhestand 🙂 www.lostin europeweb.wordpress.com ), der Besitzerin des Wohnmobils festgequatscht das ich erst um 3 Uhr ins Bett gekommen bin. Hat wirklich Spass gemacht.

Ich habe leider an dem Tag kein Bild von Rosa gemacht deshalb ein Bild von Ihrer Homepage

Am nächsten Tag habe ich mich in Richtung Delphi aufgemacht. Ich wollte mir die Steinhaufen 🙂 dort mal ansehen.

Am Eingang dort frage ich ob ich meine Jacke und meinen Helm dort abgeben kann. Da macht mir aber Corona einen Strich durch die Rechnung. Die Leute dürfen nichts einlagern. Daraufhin lege ich die Sachen um die Ecke hinter eine Bank. So sind sie zumindest im Blickfeld der Pförtnerinnen. Diese werde dann aber etwas patzig. Das wäre nicht erlaubt. Somit fällt die Delphibesichtigung heute für mich aus.

Ich fahre in der Nähe der Mittelmeerküste durch die Berge West-Griechenlands in Richtung Albanien.

An einem Tag fahre ich einen Pass durch die Berge. Die Wolken hängen so tief das ich durch sie fahre. Teilweise beträgt die Sicht nur ungefähr 10-15 m.

in einer Kurve steht dann plötzlich eine Kuh mitten auf der Strasse. Ich bin, trotz Vollbremsung und relativ geringer Geschwindigkeit erst einen Meter vor der Kuh zum stehen gekommen.

Nahe der Albanischen Grenze entscheide ich mich kurzfristig noch nach Korfu überzusetzen. Ich habe in Google eine Fährverbindung von dort nach Albanien gefunden. An dem Tag zelte ich auf einer Wiese nahe einer Kapelle auf über 1100 m Höhe. Das Panorama war klasse.

Am nächsten Tag nehme ich die Fähre nach Korfu

Schon am Anfang merke ich das sich Kurfu von den griechischen Inseln die ich bisher besucht habe stark unterscheidet. Es gibt kaum einen Fleck auf der Insel (zumindest an den Strassen) der nicht bebaut ist. An der gesamten Küste die ich gesehen habe steht ein Touristenhotel an dem anderen.

Deshalb will ich gleich am nächsten Tag die Fähre nach Albanien nehmen. Ich quartiere mich auf einem Campingplatz ein auf dem ich der einzige Gast bin. Ist schon etwas gespenstisch.

Am nächsten Morgen stehe ich früh auf weil die Fähre nach dem Fahrplan den ich im Internet gefunden habe bereits um 8 Uhr fahren soll. Nach einer Odyssee durch den Hafen auf der ich niemanden finden kann der mir sagen kann wann und wo die Fähre abfährt bekomme ich die Info wo das Büro der Fährgesellschaft ist und fahre hin.

Tja, alle Fährverbindungen nach Albanien waren leider, bedingt durch das Schliessen der griechischen Grenze, eingestellt worden. Leider hat die Fährgesellschaft das mit keinem Wort auf ihrer Homepage erwähnt.

Ich nehme also die Fähre zurück aufs griechische Festland und fahre von dort aus zur Grenze. Der griechische Zöllner fragt mich dort ob ich wüßte das ich, wenn ich die Grenze passiert habe, nicht mehr zurück nach Griechenland könne da die Grenze von der Seite her geschlossen sei.

Meine Antwort war das 8 Monate Griechenland, auch wenn sie schön waren, erst einmal für mich reichen.

Auf nach Albanien in ein weiteres mir unbekanntes Land.

Ich bin schon sehr gespannt was mich dort erwartet.

Griechenland – 5 Monate Kos. Endlich geht es wieder auf Reisen

Griechenland – 5 Monate Kos. Endlich geht es wieder auf Reisen

Den ganzen April arbeite ich zusammen mit Holly daran alles auf dem Platz in Ordnung zu bekommen. Zusätzlich fangen wir gemeinsam an wilde Hunde und Katzen einzufangen um diese sterilisieren zu lassen. Das ist eine der Haupttätigkeiten von Gasah (Greek and Swiss Animal Help) hier.

Anfang Mai kommt dann Marion, die Besitzerin des Tierzentrums, aus der Schweiz wieder nach Kos. Ich reinige einen ganzen Tag lang mein Appartment 🙂

Ab diesem Zeitpunkt geht die Arbeit richtig los. Marion ist sehr genau (schweizer Gründlichkeit 🙂 ).

Das komplette Grundstück bekommt seine Stromversorgung von einer kleinen Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher auf dem Hausdach. Ich kontrolliere den Stromverbrauch aller Komponenten im Haus und ermittle Einsparpotenziale. So zum Beispiel den Kühlschrank in meinem Appartment. Der ist ziemlich alt und verbraucht entsprechend viel Strom. Marion kauft einen neuen um einiges größeren. Der verbraucht aber nur 2/3 des Stroms des alten Kühlschrankes.

Die Hauptstromfresser aber sind die Waschmaschinen. Deshalb wurde bisher mit maximal 40°C gewaschen. Besser wäre mit 60°C. Eine der Waschmaschinen hat bereits einen Warmwasseranschluß. Das Problem ist das erst bis zu 5 Liter kaltes Wasser fließt bis das warme Wasser an der Maschine ankommt. Wenn man das Wasser vorher am Waschbecken abfließen läßt bis warmes Wasser ankommt verbraucht die Maschine anstatt 950 Watt nur noch 230 Watt (60°C). Für die zweite Waschmaschine bestelle ich ein Vorschaltgerät mit dem man Warmwasser nutzen kann.

Meine Arbeiten in der Zeit sind vielfältig. Ich baue aus Teilen die wir auf dem Müllplatz zusammen gesucht haben einen kleinen Ziegenspielplatz.

Bringe neue Drahtgitter und Sonnenschutznetze an ein Gebäude an.

Baue eine kleine Solaranlage damit in einem Nebengebäude in dem oft Freiwillige wohnen Licht ist.

Repariere Zäune, sammle Unmengen an Steine vom Grundstück, mähe Rasen, Giesse Pflanzen und und und….

Marion ist sehr genau und weiss Ihre Anweisungen durchzusetzen. Das ist auch gut so. Bei der Arbeit mit so vielen Tieren muss sehr auf Hygiene und Ordnung geachtet werden. Allerdings fallen Ihr auch immer kurzfristig Kleinigkeiten ein die gemacht werden müssen. Ich glaube ich werde in den nächsten Wochen noch öfters von dem “Thooommmmaaaas, kannst du mal……” Ruf träumen 🙂

Ehrlicherweise muss ich auch sagen das sie es mit mir auch nicht so leicht hat. In manchen Dingen bin ich wirklich ein Schlury. Viele Dinge vergesse ich einfach.

Ende Mai baue ich endlich das Motorrad wieder zusammen. Leider muß ich dann auf der ersten Testfahrt feststellen das an der Stelle an der ich den Wellendichtring gewechselt habe massiv Öl austritt. Super. Die ganze Arbeit noch einmal.

Abends beim Studium der an dem Motor verbauten Dichtringmaße finde ich den wahrscheinlichen Fehler. Es gibt zwei Dichtringe mit fast den gleichen Maßen nur das der falsche (den den ich eingebaut habe) zur Welle hin 1 mm größer ist, also gar nicht abdichten kann. So ein Fehler ist mir noch nie passiert.

Also wieder auf Teile aus Deutschland warten. Nach 10 Tagen sind die dann da und ich spreche mit Marion ab das ich 3-4 Tage frei bekomme um die Reparatur in einem Rutsch machen zu können.

Als kleines Wunder kann man es schon bezeichnen das ich auch diesmal keine Schrauben übrig behalten habe 🙂 . Ich schaffe es in 3 Tagen das Motorrad zu reparieren. Die erste Testfahrt zeigt, das diesmal die Reparatur erfolgreich war.

Zwei Tage später mache ich eine längere Testfahrt quer über die Insel. Ich bin seit über 4 Monaten hier, habe aber kaum etwas hier gesehen. Ich erwische natürlich mittendrin wieder eine sehr schlechte Straße. Eigentlich habe ich meinem Motorrad versprochen nicht mehr solche Wege zu fahren, als Testfahrt mache ich es dann aber doch.

Mitte Mai erfülle ich mir noch einen Wunsch den ich schon seit längerem habe. Ein großes Tattoo.

Anfang Juli sollen die ersten Freiwilligen Helfer ankommen. Ich beschließe Ende Juni meine Reise endlich fortzusetzen. Inzwischen haben die meisten Grenzen wieder geöffnet. Mein geplanter Weg führt mich zuerst nach Albanien und Montenegro bis nach Kroatien. Ich werde dann über Ungarn noch einmal in den Norden Rumäniens fahren wo Ende August ein Reisendentreffen stattfindet. Danach will ich mir, warscheinlich zusammen mit einer Freundin, Serbien und evtl. den Kosovo ansehen. Planen kann man aber in diesem Jahr nicht wirklich gut. Ich bin diese Coronageschichte inzwischen ziemlich leid.

Hier zum Abschied von Kos noch ein paar Bilder. Ich habe noch nie so viele unterschiedliche wunderschöne Sonnenuntergänge wie hier gesehen.

Besondere Tiere

Die Zeit hier war schön und ich habe neue Freunde gefunden. Danke an Holly, Marion, Rory, Karen und Daisy für die schöne Zeit und das verbessern meiner Englischkenntnisse. Ich werde euch vermissen.

Danke auch noch einmal an Holly für das zweimalige Haareschneiden 🙂

Das rasieren kam kurz danach 🙂

Falls jemand die wunderbare Arbeit von Gasah unterstützen will, hier der Link:

https://www.gasah.ch/deutsch/online-spenden/

Am 28.06. bin ich dann endlich auf der Fähre Richtung Athen. Von dort aus geht es auf direktem Weg zum Peloponnes. Bei Temperaturen bis zu 37°C habe ich keine Lust darauf mir Athen anzusehen. Ich mag Großstädte sowieso nicht.

Ich fahre meistens an der Küste entlang. Die zweite Nacht campe ich wieder wild, wache aber morgens um 5 Uhr bereits auf. Ein Frühstück und Kaffeekochen wird jäh von einer Mückenarmee gestört die sich hungrig auf mich stürzt. Frühstück und Kaffee fallen aus so das ich bereits um 6.30 Uhr zur Besichtigung der Stadt Monemvasia auftauche. Um diese Zeit ist noch niemand unterwegs und es ist etwas gespenstig so alleine durch die Gassen zu laufen. Ich schaue mir allerdings nur die Unterstadt an da ich langsam hungrig werde.

Heißt das jetzt das keine Kurven mehr da sind?

Der Peloponnes ist ein wares Motorradfahrerparadies. Kurve an Kurve auf teilweise sehr schmalen Straßen und wunderbare Ausblicke.

Wie habe ich das Reisen vermisst.